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Low-Budget-Filmmaking Filmen mit kleinem Budget

Ein großer Bereich, in dem die DSLR eingesetzt wird, ist das Low-Budget-Filmmaking, also die Filmerstellung mit geringen finanziellen Mitteln. Der erste Punkt der an dieser Stelle genannt werden sollte, ist der Wissenserwerb. Das Wissen zum Umgang mit der DSLR kann problemlos über das Internet und i. d. R. auch kostenlos bezogen werden (z. B. über blendmedia.de). Mit der großen Verbreitung der DSLR sind auch viele Communities, welche sich ausschließlich mit dem Thema des DSLR Filmens beschäftigen, entstanden. Personen helfen sich also gegenseitig beim Umgang mit der DSLR. Des Weiteren existieren viele Tutorials in Videoplattformen und sogar Profi Kameraleute und Filmschaffende geben Tipps im Umgang mit der DSLR.

Durch den niedrigen Preis können Low-Budget-Filmer den Film Look, insbesondere die geringe Schärfentiefe von großen Produktionen, nachempfinden. Dies war zuvor nur unter Qualitätseinbußen mit einem 35mm-Adapter an einem Camcorder möglich. Diese Adapter werden vor das eigentliche Objektiv des Camcorders gesetzt. Ein zusätzliches Objektiv projiziert das Bild auf eine Mattscheibe, welche wiederum vom Camcorder abgefilmt wird. Dieses System befindet sich in einem lichtdichten Gehäuse. Da das projizierte Bild auf dem Kopf steht, muss dieses noch in der Nachbearbeitung gedreht werden. 35mm Adapter gibt es von professionellen Herstellern oder werden per Eigenbau angefertigt. Da ein zusätzliches Objekt in das optische System der Kamera integriert wird, entstehen Lichteinbußen und Schärfeverluste. Die Verwendung einer DSLR bietet in diesem Fall auch eine Qualitätssteigerung des Bildes. Durch die hohe Empfindlichkeit können weiterhin Kosten bei Crew und Licht eingespart werden. Durch die Vielzahl verfügbarer Objektive können diese ggf. bei Bekannten mit Spiegelreflexkamera ausgeliehen werden und müssen somit nicht gekauft werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung manueller Objektive. Benötigtes Zusatzequipment kann ebenfalls ausgeliehen oder selbst gebaut werden.

Weiterhin können selbst Einsteigergeräte bereits eine gewisse Qualität bieten. Betrachtet man z. B. die Produktlinie von Canon DSLR’s, so fällt auf, dass im Bereich der Videoaufnahme keine großen Unterschiede vorhanden sind. Abweichungen sind lediglich bei den Anschlüssen (Mikrofon, Kopfhörer) und der Prozessorgeschwindigkeit vorzufinden. Die nachfolgende Tabelle zeigt exemplarisch einen Vergleich der Canon EOS 1200D und der 7D, welche preislich über 1000 € auseinanderliegen. Es lohnt sich also, im Vorfeld einen Vergleich der Videofunktionen von DSLR’s durchzuführen und somit ggf. Geld einzusparen. Die Kameras haben natürlich noch weitere Unterschiede, welche eine Preissteigerung gewissermaßen rechtfertigen. Die Gehäuse der höherpreisigen Geräte sind i. d. R. robuster und verschiedene zusätzliche Softwarefunktionen und natürlich Fotofunktionen sind vorhanden. Geht man bei Canon noch eine Preiskategorie höher (5D MKIII), erhält man auch weitere Funktionen im Videobereich wie eine höhere Empfindlichkeit, Auswahl zwischen Inter- / Intraframe Codec und ein unkomprimiertes 8-Bit 4:2:2 HDMI Ausgangssignal.

Modell: 1200D 7D
Prozessor: DIGIC 4 Dual DIGIC 4
ISO: 6400 6400
Sensor: APS-C APS-C
Megapixel: 18 18
Videotyp: MOV (H.264 (4:2:0 – 8 Bit)) MOV (H.264 (4:2:0 – 8 Bit))
Videoauflösung: 1.920 x 1.080 (30, 25, 24B/s)
1.280 x 720 (60, 50B/s)
640 x 480 (30, 25 B/s)
1.920 x 1.080 (30, 25, 24B/s)
1.280 x 720 (60, 50B/s)
640 x 480 (30, 25 B/s)
Preis: 365 € 1549 €

Manuelle Objektive

Durch den Einsatz von alten manuellen Objektiven kann der finanzielle Aufwand gesenkt werden. Durch Adapter ist es möglich einen Großteil von manuellen Objektiven an aktuellen DSLR’s zu verwenden. Der Autofokus dieser Objektive (sofern vorhanden) kann allerdings nicht verwendet werden. Dies ist aber nur bei der Fotografie ein Nachteil, da im Videomodus i. d. R. manuell fokussiert wird. Die Blende wird am Objektiv selbst geregelt und kann nicht über die Tasten an der Kamera verstellt werden. Die Objektive bestehen größtenteils aus Metall und sind von der Ergonomie und der Verarbeitung oftmals besser als aktuelle günstige Kunststoff-Objektive. Erwerben kann man die Objektive gebraucht über das Internet oder in Fachgeschäften. Preislich liegen sie dabei deutlich unter aktuellen Objektiven mit vergleichbaren Eigenschaften. Vor dem Erwerb solcher oft Jahrzehnte alten Objektive, sollte allerdings eine Überprüfung auf Kratzer, Staubeinschlüsse oder Pilzbefall durchgeführt werden. Weiterhin passen nicht alle Objektive von der Baulänge an eine DSLR, sodass es vorkommen kann, dass das Objektiv zu weit in das Kameragehäuse reicht und der Spiegel beschädigt würde.

DIY – Do It Yourself

Der Preis von Kameraequipment ist im Verhältnis zur DSLR hoch. Gerade für den Einsatz bei szenischen Produktionen sind jedoch verschiedene Support Systeme notwendig, um ein verwacklungsfreies und interessanten Bild zu erhalten. Typische Systeme, die neben herkömmlichen Stativen verwendet werden, sind Schulterstative, Dollys, Slider, Steadycam und Kräne. Durch die geringe Größe und das niedrige Gewicht der Kamera, können diese Systeme bei der DSLR kleiner und leichter ausfallen. Durch die große Verbreitung von DSLR’s lassen sich im Internet sehr viele DIY Projekte zum Selbstbau von Equipment finden. Vieles kann auf einfache Weise durch Produkte aus einem Baumarkt hergestellt werden und liegt damit preislich weit unter den fertigen, zu kaufenden Systemen. Wenn man handwerklich ein wenig begabt ist, kann eine gleiche oder zumindest annähernde Funktionalität erreicht werden.

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Zusammenfassung:
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Low-Budget-Filmmaking mit DSLR's
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Ein großer Bereich, in dem die DSLR eingesetzt wird, ist das Low-Budget-Filmmaking, also die Filmerstellung mit geringen finanziellen Mitteln.

2 Gedanken zu „Low-Budget-Filmmaking Filmen mit kleinem Budget

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