Kategorie-Archiv: Allgemein

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TOP 15 DSLR Video Seiten / Blogs / Foren Websites zum Thema Filmen mit DSLR und Low-Budget-Filmmaking

An dieser Stelle möchte ich euch einige DSLR Video Seiten zum Thema Filmen mit der DSLR und Low-Budget-Filmmaking vorstellen.

Englische Seiten

planet5dPlanet 5D ist eine der ersten Seiten die es zum Thema Filmen mit der DSLR gab. Planet 5D und Cinema 5D betreiben mittlerweile zusammen die größte Community zur Video DSLR. Weiterhin beinhaltet Planet 5D einen Blog mit aktuellen Nachrichten und bietet zusätzlich verschiedene interessante e-Books an.

philip-bloomPhilip Bloom ist ein amerikanischer Filmemacher, welcher schon früh auf den „Video DSLR Zug“ aufgesprungen ist. Auf seiner Seite gibt es viele Grundlagen-Tutorials und Testberichte zu Kameras, Objektiven und Zubehör. Weiterhin hat er viele interessante Aufnahmen mit DSLR’s erstellt, welche auf seiner Seite betrachtet werden können.

cinema5dCinema 5D bietet Nachrichten, Testberichte, Interviews mit einschlägigen Personen der Branche und ein großes Forum, samt Community.

dslr-video-shooterDSLR Video Shooter wird von Caleb Pike betrieben. Die Seite bietet Neuigkeiten im DSLR Videobereich, Anleitungen, Testberichte und Leitfäden zu Kamera / Zubehör Kombinationen.

no-film-schoolNo Film School ist ein umfangreiches Portal mit täglich neuen Informationen zum Thema Film. Neben News gibt es hier auch Tutorials und viele Tipps für das Low-Budget-Filmmaking. Ryan Koo ist außerdem der Herausgeber des 2010 erschienenen e-Books „The DSLR Cinematography Guide„, welches einen kostenlosen Einstieg in das Thema Filmen mit der DSLR bietet. Ein Forum mit einer großen Community rundet das Angebot von No Film School ab.

learning-dslr-videoDave Dugdale hat mit Learning DSLR Video einen Blog ins Leben gerufen, in dem er seine Erfahrungen im Umgang mit Video DSLR’s aufzeigt. Von den Anfängen bis heute ist dadurch eine große Sammlung von Erfahrungsberichten und Anleitungen entstanden, welche gemachte Fehler und Erfolge zeigen. Er geht dabei auch vermehrt auf Low-Budget Lösungen ein.

hurlblogShane Hurlbut ist ein erfolgreicher amerikanischer Kameramann, welcher u. a. an Into The Blue, Terminator Salvation und Need for Speed mitgewirkt hat. Er erkannte schon früh das Potenzial von Video DSLR’s in Filmproduktionen und gibt deshalb auf seinem Blog lehrreiche Tipps und Informationen zur Nutzung der Kamera auch im professionellen Bereich. Er war außerdem für die Kamera bei Act of Valor verantwortlich, welcher fast ausschließlich mit DSLR’s gedreht wurde.

eoshdHinter EOS HD steckt Andrew Reid, ein britischer Filmemacher. Neben einem Forum bietet EOSHD auch viele Testberichte über Kameras, Equipment und Objektive. Darüber hinaus erhaltet ihr Neuigkeiten und verschiedene Anleitungen zum Filmen mit einzelne Kameras.

cheesycamAuf  Cheesycam gibt es neben verschiedenen Erfahrungsberichten zu Video DSLR’s und Zubehör, eine umfangreiche Auswahl an Do-It-Yourself Projekten für Kamerazubehör.

film-riotFilm Riot ist keine Seite und auch kein Blog aber ein sehr interessanter Youtube Kanal. Hier existieren sehr viele Videos zu den Themen Filmerstellung, Do-It-Yourself Projekte, Postproduktion, Visual Effects, Special Effects, Testberichte und mehr.

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wiki

Video DSLR Grundlagen Kurs Alle wichtigen Informationen zum Filmen mit der DSLR

Oben im Hauptmenü dieses Blogs befindet sich der Punkt DSLR-VIDEO. Hinter diesem unscheinbaren Link verbergen sich sehr viele nützlichen Informationen zum Thema: Filmen mit DSLR. Ich möchte in diesem Beitrag kurz auf die vorhandenen Themen eingehen und eine Übersicht schaffen. Zukünftig ist es geplant aus diesen Punkten ein e-Book zu erstellen, welches noch ein wenig umfangreicher sein soll.

Video DSLR Grundlagen Kurs

#1 – Geschichte

Wie der Menüpunkt schon aussagt, geht es hier um die Geschichte bzw. die Entwicklung der normalen Spiegelreflexkamera hin zur videofähigen DSLR.

#2 Technische Grundlagen

#2.1 Bildwandler und Kameraoptik

Auf dieser Seite geht es um CMOS und CCD Bildwandler und deren Eigenschaften in der audiovisuellen Produktion. Weiterhin geht es um die verschiedenen Sensorformate, deren Größen und den Formatfaktor (auch Cropfactor). Auch die begehrte Schärfentiefe (Tiefenschärfe) wird hier ausführlich erläutert. Abschließend wird noch auf die Empfindlichkeit (ISO) und den Dynamikumfang (Dynamic Range) eingegangen.

#2.2 Bildauflösung / -format und -frequenz

Hier werden die verschiedenen Bildauflösung wie HD (720p, 1080p, 2K) und UltraHD (4K, 6K) erläutert und die Unterschiede aufgezeigt. Weiterhin wird auf die verschieden Bildformate wie 16:9, 4:3 und Cinemascope eingegangen. Auch die Bildfrequenz und deren Bedeutung beim Filmen wird auf dieser Seite erläutert.

#2.3 Videokomprimierung

Das Kapitel der technischen Grundlagen wird durch die Videokomprimierung abgerundet. Hier geht es um die Farbunterabtastung (Color Subsampling), verschiedene Komprimierungsverfahren und Codecs, sowie um Video-Containerformate.

#3 Das Videoaufnahmesystem

#3.1 Digitale Spiegelreflexkamera

Diese Seite gibt einen Überblick über die DSLR in der audiovisuellen Produktion. Es wird aufgezeigt, wie sich die technischen Eigenschaften der Kamera positiv auf die Filmerstellung auswirken können.

#3.2 Spiegellose Systemkamera

Hier geht es um spiegellose Systemkameras (DSLM). Es wird der Kameratyp vorgestellt und auf die Unterschiede zur DSLR eingegangen.

#3.3 Systembedingte Einschränkungen

Die systembedingten Einschränkungen sollen verschiedene Probleme und Nachteile der DSLR in der Filmproduktion aufzeigen. Diese Seite setzt sich mit den Themen Rolling Shutter, Aliasing und Moiré, Pixelfehler, Überhitzung, Dynamik und Komprimierung, Autofokus, Audio, Ergonomie und Weiteren auseinander.

#3.4 DSLR / Camcorder

An dieser Stelle werden die grundlegenden Unterschiede der Video DSLR zu einem Camcorder aufgezeigt. Weiterhin gibt der Beitrag Aufschluss darüber, welcher Kameratyp für welche Situation am besten geeignet ist.

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budget

Low-Budget-Filmmaking Filmen mit kleinem Budget

Ein großer Bereich, in dem die DSLR eingesetzt wird, ist das Low-Budget-Filmmaking, also die Filmerstellung mit geringen finanziellen Mitteln. Der erste Punkt der an dieser Stelle genannt werden sollte, ist der Wissenserwerb. Das Wissen zum Umgang mit der DSLR kann problemlos über das Internet und i. d. R. auch kostenlos bezogen werden (z. B. über blendmedia.de). Mit der großen Verbreitung der DSLR sind auch viele Communities, welche sich ausschließlich mit dem Thema des DSLR Filmens beschäftigen, entstanden. Personen helfen sich also gegenseitig beim Umgang mit der DSLR. Des Weiteren existieren viele Tutorials in Videoplattformen und sogar Profi Kameraleute und Filmschaffende geben Tipps im Umgang mit der DSLR.

Durch den niedrigen Preis können Low-Budget-Filmer den Film Look, insbesondere die geringe Schärfentiefe von großen Produktionen, nachempfinden. Dies war zuvor nur unter Qualitätseinbußen mit einem 35mm-Adapter an einem Camcorder möglich. Diese Adapter werden vor das eigentliche Objektiv des Camcorders gesetzt. Ein zusätzliches Objektiv projiziert das Bild auf eine Mattscheibe, welche wiederum vom Camcorder abgefilmt wird. Dieses System befindet sich in einem lichtdichten Gehäuse. Da das projizierte Bild auf dem Kopf steht, muss dieses noch in der Nachbearbeitung gedreht werden. 35mm Adapter gibt es von professionellen Herstellern oder werden per Eigenbau angefertigt. Da ein zusätzliches Objekt in das optische System der Kamera integriert wird, entstehen Lichteinbußen und Schärfeverluste. Die Verwendung einer DSLR bietet in diesem Fall auch eine Qualitätssteigerung des Bildes. Durch die hohe Empfindlichkeit können weiterhin Kosten bei Crew und Licht eingespart werden. Durch die Vielzahl verfügbarer Objektive können diese ggf. bei Bekannten mit Spiegelreflexkamera ausgeliehen werden und müssen somit nicht gekauft werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung manueller Objektive. Benötigtes Zusatzequipment kann ebenfalls ausgeliehen oder selbst gebaut werden.

Weiterhin können selbst Einsteigergeräte bereits eine gewisse Qualität bieten. Betrachtet man z. B. die Produktlinie von Canon DSLR’s, so fällt auf, dass im Bereich der Videoaufnahme keine großen Unterschiede vorhanden sind. Abweichungen sind lediglich bei den Anschlüssen (Mikrofon, Kopfhörer) und der Prozessorgeschwindigkeit vorzufinden. Die nachfolgende Tabelle zeigt exemplarisch einen Vergleich der Canon EOS 1200D und der 7D, welche preislich über 1000 € auseinanderliegen. Es lohnt sich also, im Vorfeld einen Vergleich der Videofunktionen von DSLR’s durchzuführen und somit ggf. Geld einzusparen. Die Kameras haben natürlich noch weitere Unterschiede, welche eine Preissteigerung gewissermaßen rechtfertigen. Die Gehäuse der höherpreisigen Geräte sind i. d. R. robuster und verschiedene zusätzliche Softwarefunktionen und natürlich Fotofunktionen sind vorhanden. Geht man bei Canon noch eine Preiskategorie höher (5D MKIII), erhält man auch weitere Funktionen im Videobereich wie eine höhere Empfindlichkeit, Auswahl zwischen Inter- / Intraframe Codec und ein unkomprimiertes 8-Bit 4:2:2 HDMI Ausgangssignal.

Modell: 1200D 7D
Prozessor: DIGIC 4 Dual DIGIC 4
ISO: 6400 6400
Sensor: APS-C APS-C
Megapixel: 18 18
Videotyp: MOV (H.264 (4:2:0 – 8 Bit)) MOV (H.264 (4:2:0 – 8 Bit))
Videoauflösung: 1.920 x 1.080 (30, 25, 24B/s)
1.280 x 720 (60, 50B/s)
640 x 480 (30, 25 B/s)
1.920 x 1.080 (30, 25, 24B/s)
1.280 x 720 (60, 50B/s)
640 x 480 (30, 25 B/s)
Preis: 365 € 1549 €

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4k

Weiterentwicklungen bei der DSLR Welche technischen Entwicklungen können zukünftig bei der DSLR erwartet werden?

Große technische Weiterentwicklungen bei der DSLR konnten im Bereich der Videofunktion in den letzten Jahren nicht beobachtet werden. Da die Kamerahersteller keine Angaben über Weiterentwicklungen in zukünftigen Produkten veröffentlichen, können an dieser Stelle nur Mutmaßungen getroffen werden, welche technischen Weiterentwicklungen in nächster Zeit folgen könnten.

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird die Auflösung bei allen zukünftigen DSLR-Modellen erhöht werden. Panasonic, Sony und Canon bieten bereits erste Kameras mit einer 4K Auflösung an und weitere Hersteller und Modelle werden sicherlich folgen, sobald sich diese Auflösung bei den Ausgabegeräten endgültig durchgesetzt hat. Eine 6K Auflösung existiert zwar bereits vereinzelt bei Filmkameras, aber bis diese Auflösung im Consumer Bereich ankommt, wird noch einige Zeit vergehen. Bei solchen Auflösungen müssen ausreichend große und schnelle Speichermedien (z. B. SSD’s) eingesetzt werden, was bei DSLR’s aufgrund der Bauform zurzeit nicht möglich ist.

Eine zusätzliche Weiterentwicklung wäre eine RAW-Aufnahmefunktion, also die Speicherung der Daten ohne oder nur mit geringer Komprimierung. Dass dies bereits möglich ist, zeigen diverse DSLR Konkurrenzprodukte. Aber auch die Canon DSLR’s selbst bieten durch die Magic Lantern Erweiterung bereits jetzt eine RAW-Unterstützung an. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis die Hersteller diesen Schritt gehen werden. Eine weitere Möglichkeit um die Bildqualität zu verbessern, wäre die Erhöhung der Datenrate des verwendeten Codecs oder die Integration eines neuen Codecs wie z. B. H.265. Ein unkomprimiertes Signal könnte über den HDMI-Ausgang der Kamera gesendet und von einem externen Rekorder aufgezeichnet werden. Dazu müsste der HDMI-Ausgang bei der Aufnahme die volle Auflösung und keine On-Screen-Infos ausgeben. Bei einigen Kameras ist diese Funktion bereits vorhanden. Allgemein könnte der Dynamikumfang durch die Weiterentwicklung von Speichermedien, die Verbesserung der Bildprofile und die kameraseitige Verarbeitungsgeschwindigkeit angehoben werden.

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film

Professionelle Produktionen DSLR's in TV- / Serien- und Filmproduktionen

Der Einsatz von DSLR’s kan heute in verschiedenen professionellen Produktionen beobachtet werden. Dieser Artikel zeigt einige Bespiele und die Beweggründe für den Einsatz auf.

TV-Produktion

Offiziell wird das Ausgangsmaterial von videofähigen DSLR’s von TV-Sendern nicht zur Ausstrahlung anerkannt. Die Sender haben verschiedene Richtlinien erstellt, welche die Eigenschaften des Materials definieren. In den Richtlinien von ARD / ZDF finden sich z. B. die folgenden Angaben für internes und Zuliefermaterial:

  • Dateiformat: MXF (inkl. Timecode)
  • Kompressionsformate: MPEG-2 (50 MBit/s), AVC-I 100 (112 MBit/s), ProRes (ca. 184 MBit/s), etc.
  • Abtastformate: 4:2:2 – 1080i/25, 1080p/25 (bei szenischen Produktionen)

In den Richtlinien der ProSiebenSat.1 Gruppe zeigt sich ein ähnliches Bild:

  • Dateiformat: MXF (inkl. Timecode)
  • Kompressionsformate: MPEG-2 (150 MBit/s), XDCAM (50 MBit/s)
  • Abtastformate: 4:2:2 – 1080i/50, 1080p/25

Diese Formate können zurzeit von DSLR’s noch nicht ausgegeben werden, aber trotzdem scheint die DSLR von den Sendern verwendet zu werden. Das Material wird dann vermutlich konform umgewandelt.

Wenn man aufmerksam das TV-Programm verfolgt, kann man den Einsatz von DSLR’s oft erkennen. In den meisten Fällen (aber nicht ausschließlich) wo eine extrem geringe Schärfentiefe vorhanden ist, wird eine DSLR verwendet. Die gewöhnlichen EB-Kameras können dies aufgrund der kleineren Sensoren nicht realisieren bzw. nur  durch die Verwendung einer großen Brennweite, welche den  Abstand zu einem Objekt allerdings stark erhöht und somit i. d. R. nicht praktikabel ist. Bestätigt wird die Vermutung dann häufig, wenn der Kameramann mit der DSLR von einer anderen Kamera erfasst wird. Die beiden nachfolgenden Screenshots zeigen jeweils ein Beispiel für Interviewsituationen im TV.

tv_wdrBildquelle: WDR

 

tv_pro7Bildquelle: Prosieben

Auch bei anderen Sendern kann der Einsatz der DSLR beobachtet werden. Die Sender scheinen also Ausnahmeregelungen für den gelegentlichen Einsatz von DSLR’s zu haben, welche noch nicht explizit in den Richtlinien festgehalten werden. Häufige  Einsatzbereiche der DSLR in TV-Produktionen sind Interviewsituationen als Zweitkamera (Nahaufnahmen) und zur Erstellung von verschiedenen Detailaufnahmen.

Serienproduktion

Spätestens seit der Verwendung der Canon 5D MKII für das sechste Staffelfinale der erfolgreichen amerikanischen Serie Dr. House, haben sich DSLR’s in verschiedenen Serienproduktionen etabliert. Die komplette Folge wurde mit der DSLR gedreht. Zuvor wurde die Serie auf 35mm Film aufgezeichnet. Laut Regisseur Greg Yaitanes war es für diese Folge notwendig in kleinen und engen Räumen zu filmen. Somit eignete sich hierfür die DSLR eher, als die bisherige Filmkamera. Da es zu dieser Zeit noch keine speziellen Filmobjektive für die DSLR gab, hat er Canon Festbrennweiten verwendet. Aufgrund des positiven Ergebnisses wurde die DSLR in zusätzlichen Folgen, für bestimmte Bereiche, weiterverwendet.
Auch in anderen Serien werden DSLR’s als Haupt- oder  Zweitkamera verwendet. Die Comedy-Serie Wilfred wurde, aufgrund der geringen Schärfentiefe, komplett mit einer Nikon D800 aufgezeichnet. In der Serie Navy CIS wurde eine Canon 7D für Motorradaufnahmen und Innenaufnahmen in Autos verwendet. Als Zweitkamera kam die 5D MKII weiterhin in den Serien Ghost Whisperer und Californication zum Einsatz. In TV-Serienproduktionen hat die DSLR, zumindest für bestimmte Bereiche, einen festen Standpunkt eingenommen.

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Heutige Marktsituation der Video DSLR in der audiovisuellen Produktion (TV / Serien / Kino)

Auch wenn die anfängliche Euphorie etwas nachgelassen hat, wird die DSLR im audiovisuellen Bereich noch vielseitig verwendet. Anwender schätzen weiterhin die geringe Schärfentiefe und den niedrigen Preis der Geräte. Befragt man Google Trends nach videofähigen DSLR’s, so ergibt sich ein stetiger Anstieg der Suchanfragen zwischen 2009 und 2011, welcher ab 2012 bis heute auf einem ähnlichen Niveau bleibt. Die Prognose (gestrichelte Linie) zeigt sogar noch einen leichten Anstieg der Suchanfragen und somit eine Stärkung der Marktsituation der Video DSLR. Die Kameras scheinen also weiterhin gefragt zu sein, auch wenn die Kamerahersteller bereits versuchen, Alternativprodukte am Markt zu etablieren.

Marktsituation DSLR
Google Trend Analyse zu „video DSLR“

Mitch Aunger ist Betreiber der Internetplattform planet5d.com, welche eine der größten Communities zum Thema videofähige DSLR’s darstellt. Er hat im Jahr 2013, zum fünf jährigen Jubiläum der EOS 5D MKII, verschiedene bekannte Personen in der Film- und Werbebranche zum Thema videofähige DSLR’s interviewt. Aus diesen Interviews hat er ein E-Book mit dem Titel The HDSLR Revolution is over … right? erstellt. Kernfragen der Interviews waren, in wie weit die DSLR für die audiovisuelle Produktion eingesetzt wird und ob sie sich zukünftig weiter am Markt behaupten kann. Laut Augner werden ca. 50% aller amerikanischen TV-Werbespots mit einer DSLR gedreht und ein Großteil des Kamerazubehörs an DSLR-Besitzer verkauft. Die geführten Interviews zeigen außerdem auf, dass viele Filmschaffende durch die Weiterentwicklung von Camcordern mit größeren Sensoren und Wechselobjektiven, die DSLR teilweise ersetzt haben. Camcorder wie z. B. die C-Serie von Canon vereinen große Sensoren und Wechselobjektive mit den Eigenschaften von herkömmlichen Videokameras und sind somit vielseitiger einsetzbar. Preislich liegen diese Geräte allerdings größtenteils über den DSLR’s. Nach und nach erscheinen aber auch Geräte, die vom Preis her in ähnlichen Regionen wie die DSLR angeboten werden. Es gibt einige Camcorder-Modelle (zwischen 3000 € und 5000 €), bei denen die Sensorgrößen Four Thirds, APS-C oder Vollformat verbaut sind und somit eine Konkurrenz, zumindest für die höherpreisigen DSLR’s, darstellen. Aber auch diese Geräte besitzen verschiedene Einschränkungen und Nachteile gegenüber der DSLR, weshalb sie sich noch nicht großflächig durchsetzen konnten. Dies liegt sicherlich auch am etwas höheren Preis, da diese Kameras, zumindest von der Bildqualität, keine großartigen Verbesserungen bieten. Des Weiteren kann man behaupten, dass diese Geräte vermutlich nur aufgrund der videofähigen DSLR’s existieren. Denn nur durch den großen Absatz der DSLR’s haben die Kamerahersteller die Bedürfnisse nach großen Sensoren und Wechselobjektiven, unter dem Preisniveau von Filmkameras, erkannt.

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