grundlagen

Bildauflösung / -format und -frequenz

Bildauflösung

Durch technische Weiterentwicklungen bei der Kamerahardware und effizienteren Datenreduzierungsverfahren konnte auch die Bildauflösung in den letzten Jahren weiter erhöht werden. Galt noch vor wenigen Jahren eine Full-HD (1080p) Auflösung mit 1920 x 1080 Pixel als Standard, werden heute Auflösungen im 2K (max. 2048 x 1080 Pixel), 4K (max. 4096 x 2160 Pixel) und sogar 6K (max. 6144 x 3160 Pixel) Bereich beim digitalen Film angestrebt. Der Vorteil bei diesen hohen Auflösungen ist nicht nur der größere Detailreichtum, sondern es ergeben sich auch völlig neue Möglichkeiten in der Bildgestaltung. Somit können etwa nur Ausschnitte, einer hochauflösenden Aufnahme, für kleinere Auflösungen verwendet werden. Wenn z. B. eine Aufnahme mit 4K-Auflösung vorliegt und das Endprodukt nur eine Auflösung von 1080p haben soll, können verschiedene Einstellungsgrößen extrahiert werden. Eine, in hoher Auflösung aufgezeichnete Naheinstellung, kann dann ohne Qualitätsverluste als Groß- oder Detaileinstellung ausgegeben werden. Aufnahmen mit unterschiedlichen Einstellungsgrößen lassen sich dadurch mit nur einer Kamera und in einer Sequenz realisieren. Die nachfolgende Abbildung zeigt einen Größenvergleich der verschiedenen Auflösungen.

auflösungenVergleich von verschiedenen Auflösungen

Aufnahme- / Seitenformat

Für die Bildaufnahme stehen verschiedene Seitenformate, sofern diese von der Kamera unterstützt werden, zur Verfügung. Das früher weit verbreitete 4 : 3 Format (Seitenverhältnis 1,33 : 1) wird heute kaum noch verwendet. Aktuelle Kameras und Abspielgeräte nutzen i. d. R. das 16 : 9 Format (Seitenverhältnis 1,78 : 1). 4 : 3 wird nur noch verwendet, wenn es explizit für bestimmte Bereiche benötigt wird. Neben 16 : 9 gibt es noch weitere Breitbildformate, welche überwiegend in der Filmproduktion eingesetzt werden. Zum einen gibt es das Kino-Breitbild Format (Seitenverhältnis 1,85 : 1, also ähnlich zu 16 : 9) und das sehr breite Cinemascope Format (Seitenverhältnis 2,35 : 1). Die nachfolgende Abbildung zeigt das Verhältnis der gängigen Seitenformate zueinander.

formateVergleich von drei Bildformaten

Bildfrequenz

Die Bildfrequenz oder auch Bildrate gibt die Anzahl der aufeinanderfolgenden Bilder pro Sekunde an. Bei der Wiedergabe von bewegten Bildern wird die Trägheit des menschlichen Sehvermögens ausgenutzt und so nimmt das Auge ab einer Bildrate von 16 bis 18 Bildern pro Sekunde (nachfolgend B/s), diese als durchgehende Sequenz wahr.
Der klassische Kinofilm wird mit einer Bildrate von 24 B/s produziert. Durch diese eher geringe Bildrate muss bei der Aufzeichnung darauf geachtet werden, dass Kamerabewegungen nicht zu schnell durchgeführt werden, da es sonst zu einem Ruckeln / Stottern bei der Wiedergabe kommen kann. Aus diesem Grund werden heute teilweise Filme mit einer Bildrate von 48 B/s (High Frame Rate – HFR) aufgezeichnet, wodurch die Bewegungen allgemein flüssiger, allerdings auch realistischer wirken (TV / Reportage Stil). Dieser Stil ist beim Kinofilm im Allgemeinen nicht gewünscht. Aus diesem Grund und dem Umstand, dass für das HFR-Verfahren eine Umrüstung der Filmprojektoren notwendig ist, konnte es sich bis jetzt noch nicht flächendeckend durchsetzen.
Im Fernsehbereich sind Bildraten von 50 HB/s (Halbbilder pro Sekunde) oder 60 HB/s (USA) üblich. Um also eine flüssigere Sequenz zu erhalten, werden die Bilder mit der doppelten Anzahl an Halbbildern (interlaced) aufgezeichnet und bei der Wiedergabe auf 25 bzw. 30 Vollbilder (progressive) herunter gerechnet. Die beiden verschiedenen Bildraten resultieren aus der Wechselstromfrequenz der jeweiligen Länder. Der PAL Standard (25 B/s bzw. 50 HB/s) wird in Ländern mit einer Frequenz von 50 Hz und der NTSC Standard (30 B/s bzw. 60 HB/s) in Ländern mit einer Frequenz von 60 Hz eingesetzt. Bei der Verwendung der falschen Bildrate, kann es z. B. zu Flimmern bei Kunstlichtquellen in der Aufnahme kommen. [1] Höhere Bildraten wie 60, 90, 120 und mehr B/s eignen sich durch entsprechende Verlangsamung in der Postproduktion, zur Erstellung von Zeitlupenaufnahmen. Hohe Bildraten bei hohen Auflösungen sind allerdings zurzeit nur in hochpreisigen Kameramodellen vorzufinden. Im Consumer Bereich hat eine hohe Bildrate i. d. R. eine Reduzierung der Auflösung und / oder der Bitrate zur Folge.

Share on Facebook0Share on Google+0Tweet about this on Twitter0Share on LinkedIn0Print this page
Zusammenfassung:
Artikel:
Video-DSLR Bildauflösung / -format und -frequenz
Author:
Beschreibung:
Durch Weiterentwicklungen bei der Kamerahardware und effizienterer Datenreduzierung konnte auch die Bildauflösung in den letzten Jahren erhöht werden.

Einzelnachweise:

  1. Quelle: Bilder bewegen: Filmen mit digitalen Spiegelreflexkameras (Alexander Altmann), ISBN 978-3-8266-9059-4. []

Video DSLR: Blog | Info | News | Basics | Tutorials